Fischerdorf und Ostseebad Baabe

Das Ostseebad Baabe liegt auf der Halbinsel Mönchgut im Südosten der Insel Rügen. Mönchgut gehörte ab ca. 1360 zum Greifswalder Zisterzienser-Kloster Eldena. Die Halbinsel ist 29,44 km² groß und beginnt im Ostseebad Baabe am Mönchguttor bzw. dem Mönchgraben. Die erste Familie siedelte sich im 17. Jahrhundert in Baabe an, 1815 gab es hier 12 Haushalte mit 54 Einwohnern. Im gleichen Jahr wurden vom preußischen Staat, Salzhäuser errichtet, in denen der Hering für den Transport mit Lastkähnen, welche eine Traglast von bis zu 20 Tonnen hatten, vom Bollwerk in Baabe nach Stralsund und Greifswald haltbar gemacht wurde. Im Jahr 1920 übernahmen den Transport motorgetriebene Stahlschiffe. 1847 stieg die zahl auf 15 Familien, unter ihnen 14 Büdner-Familien (lebten von Landwirtschaft und Fischfang), darunter ein Schuhmacher und einer Landwirt-Familie.
Ab 1890 begann der Badebetrieb im Fischerdorf Baabe und die ersten Badegäste besuchten den Ort. Es begann der Bau von einem Strandbad und Seebrücke. 1931 wurde die Kirche fertig gestellt.
Nach 1945 entstand der Zeltplatz mit Bungalowdorf in unmittelbarer Nähe des Ostseestrandes. Hier beliefen sich die Gästezahlen bis 1988 auf 40000 Gäste.

Zwei berühmte Gäste des Ostseebades sind Caspar David Friedrich und Lyonel Feininger.

Einwohnerzahlen

 

1782 1838 1870 1933 1946 1988 2010
38 85 160 538 1.322 777 816

Urlauberzahlen

 

1911 1964 1971 1986 2011
2.783 990 4.500 7.520 79.000